Die Tigermücke in Südtirol: So schützen Sie sich und Ihre Umgebung
- Patrick Graber
- vor 12 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Die warme Jahreszeit in Südtirol bringt leider auch einen ungebetenen Gast mit sich: die Tigermücke (Aedes albopictus). Im Gegensatz zu heimischen Mücken ist sie auch tagsüber sehr aktiv und aggressiv. Da sie potenziell Krankheitserreger übertragen kann, ist Vorsorge das A und O.
Hier erfahren Sie, wie Sie die Ausbreitung verhindern und sich effektiv schützen können.
Warum ist Vorsorge notwendig?
Die Tigermücke ist nicht nur lästig, sondern auch ein potenzieller Überträger von Viren wie Dengue, Zika oder Chikungunya. Da sich die Mücke in unseren Breiten zunehmend wohlfühlt, ist es wichtig, die Population so klein wie möglich zu halten.
Die 3 Säulen der Bekämpfung
1. Brutstätten konsequent eliminieren
Tigermücken sind „Behälterbrüter“. Schon eine winzige Menge stehendes Wasser reicht für die Eiablage aus.
Leeren: Entleeren Sie mindestens einmal pro Woche Blumenuntersetzer, Gießkannen, Eimer und Kinderspielzeug.
Abdecken: Regenfässer und Tanks sollten mit einem feinmaschigen Moskitonetz oder einem dichten Deckel verschlossen werden.
Reinigen: Halten Sie Dachrinnen und Abflüsse frei von Verstopfungen, damit sich dort kein Regenwasser staut.
2. Larvenbekämpfung in Gullys
Dort, wo Wasser nicht entfernt werden kann (z. B. in Hof-Gullys), sollten von April bis Oktober regelmäßig Larvizide eingesetzt werden. Biologische Mittel (z. B. Bacillus thuringiensis) sind hierbei besonders umweltschonend und effektiv.
3. Persönlicher Schutz
Um Stiche im Alltag zu vermeiden, helfen einfache Maßnahmen:
Kleidung: Tragen Sie helle, lockere Kleidung, die Arme und Beine bedeckt.
Insektenschutz: Nutzen Sie geprüfte Repellents (Insektensprays).
Barrieren: Installieren Sie Fliegengitter an Fenstern und Türen.
Gemeinsam gegen die Ausbreitung
Da die Tigermücke nur einen kleinen Flugradius hat, stammen die Mücken im eigenen Garten meist aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Ein Erfolg ist daher nur möglich, wenn alle Hausbesitzer und Mieter gemeinsam aktiv werden.
Quelle: Informationen basierend auf den Richtlinien des Südtiroler Sanitätsbetriebs (SABES). Weitere Details unter: www.sabes.it – Vorsorge gegen die Tigermücke



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