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Familienpolitik 2024–2026: Eine Bilanz

Familienpolitik 2024–2026: Eine Bilanz
Familienpolitik 2024–2026: Eine Bilanz

Investition in die Zukunft: Wie Südtirol Familien und Lebensqualität stärkt.


Südtirol setzt ein kräftiges Ausrufezeichen hinter das Thema Familienpolitik. Mit einem Rekordbudget von 171,1 Millionen Euro im Jahr 2025 investiert das Land massiv in die soziale Stabilität und die Attraktivität des Standorts. In diesem Artikel erfahren Sie, welche konkreten Neuerungen auf Familien zukommen, warum Väter jetzt noch stärker gefördert werden und wie der Ausbau der Kinderbetreuung voranschreitet.


Finanzielle Entlastung: Mehr Geld für mehr Familien


Das Land Südtirol unterstützt bereits heute rund 48.500 Familien durch direkte finanzielle Leistungen wie das Landesfamiliengeld und das Landeskindergeld. Doch ab 2026 wird das Sicherheitsnetz nochmals deutlich engmaschiger geknüpft.

Die wichtigste Neuerung: Die Einkommensgrenze (ISEE) für den Bezug des Landeskindergeldes wird ab dem 1. Jänner 2026 von 40.000 Euro auf 46.000 Euro angehoben. Gleichzeitig steigen die monatlichen Beträge spürbar an. So erhalten Familien in der untersten Einkommensklasse (bis 15.000 Euro ISEE) künftig 76 Euro pro Kind und Monat. Besonders bürgerfreundlich: Familien, deren Anträge bereits in Zahlung sind, müssen keinen neuen Antrag stellen – die Neuberechnung und Erhöhung erfolgt im Jänner 2026 automatisch.


Fokus auf Väter: Mehr Flexibilität beim Landesfamiliengeld+


Südtirol will moderne Rollenbilder und eine partnerschaftliche Aufteilung der Sorgearbeit fördern. Deshalb wurden die Hürden für das „Landesfamiliengeld+“ deutlich gesenkt. Ab 2026 reicht es für Väter im Privatsektor aus, nur noch einen Monat ununterbrochene Elternzeit zu nehmen (statt bisher zwei), um in den Genuss des Zusatzbeitrages zu kommen. Damit wird der erste wichtige Schritt zur Bindung zwischen Vater und Kind finanziell honoriert.


Kinderbetreuung: Ein harter Standortfaktor für die Wirtschaft


In Zeiten des Fachkräftemangels ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kein reines Sozialthema mehr, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Eine aktuelle Studie des WIFO (Handelskammer Bozen) unter 900 Unternehmen belegt, dass Maßnahmen zur Vereinbarkeit entscheidend sind, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und langfristig an den Betrieb zu binden.


Das Land reagiert darauf mit einem konsequenten Ausbau der Infrastruktur. Der Ausstattungsindex in der Kleinkindbetreuung stieg von 24,1 % im Jahr 2022 auf beachtliche 28,5 % im Jahr 2024. Ob Kindertagesstätte, Kinderhort oder Tagesmutter – das Angebot wird stetig erweitert, um den realen Bedürfnissen arbeitender Eltern gerecht zu werden.


Lebensqualität im Alltag: Mobilität und Prävention


Familienfreundlichkeit endet in Südtirol nicht bei der direkten Überweisung. Über Initiativen wie den „südtirolmobil FlexFamily Pass“ und das „Südtirol Pass abo+“ wird die tägliche Mobilität für Eltern und Kinder durch ermäßigte Tarife und fixe Jahresgebühren massiv entlastet.

Zudem setzt die neue Direktorin der Familienagentur, Monika Conrater, verstärkt auf die Vernetzung vor Ort. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden sollen Angebote wie das Willkommenspaket für Neugeborene, die Elternbriefe oder das Leseförderprogramm „Bookstart“ noch direkter bei den Menschen ankommen.


Fazit: Die aktuellen Investitionen des Landes Südtirol sind weit mehr als nur Sozialausgaben – sie sind eine gezielte Investition in die humane Qualität unserer Gesellschaft und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe. Durch die Kombination aus finanzieller Absicherung, moderner Infrastruktur und steuerlichen Entlastungen (wie den erhöhten Fringe Benefits für Eltern) positioniert sich Südtirol als eine der familienfreundlichsten Regionen im Alpenraum.


Bilanz der Familienpolitik 2024–2026

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