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Verdacht auf Marktmissbrauch: Schweizer Behörden nehmen Googles Android-Auswahlbildschirm ins Visier!

Verdacht auf Marktmissbrauch: Schweizer Behörden nehmen Googles Android-Auswahlbildschirm ins Visier!

Erneuter Ärger für den Suchmaschinen-Giganten: Die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) hat eine offizielle Untersuchung gegen Google eingeleitet. Im Fokus steht der sogenannte „Choice Screen“ unter Android. Die Behörden prüfen den Verdacht, dass Google konkurrierende Suchmaschinen auf Smartphones gezielt benachteiligt und seine eigene Vormachtstellung missbraucht.

Google gerät in Europa wegen seiner dominanten Stellung bei Betriebssystemen und Suchmaschinen erneut unter Druck. Wie die Schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) offiziell bekannt gab, wurde eine formelle Untersuchung eingeleitet, um das Verhalten von Google auf Android-Geräten genauestens zu durchleuchten.

Konkret geht es um den sogenannten Auswahlbildschirm (Choice Screen), der Android-Nutzern bei der Ersteinrichtung ihres Smartphones die Wahl lässt, welchen Webbrowser und welche Suchmaschine sie standardmäßig nutzen möchten.

Der Vorwurf: Ein unfairer Auswahlprozess?

Eigentlich wurde dieser Auswahlbildschirm vor Jahren eingeführt, um den Wettbewerb zu fördern und Alternativen wie DuckDuckGo, Ecosia oder Bing eine faire Chance zu geben. Doch die Schweizer Behörden hegen nun den dringenden Verdacht, dass Google das Design und die technische Umsetzung des Choice Screens so gestaltet hat, dass Nutzer subtil doch wieder zur Google-Suche gedrängt werden.

Die WEKO prüft unter anderem:

  • Ob Google alternative Anbieter durch die Gestaltung des Bildschirms finanziell oder technisch benachteiligt.
  • Ob der Prozess so unübersichtlich gestaltet ist, dass die meisten Verbraucher aus Bequemlichkeit einfach die voreingestellte Google-Variante wählen.
  • Ob Google seine marktbeherrschende Stellung aktiv nutzt, um den Schweizer Markt für alternative Suchmaschinen künstlich einzuschränken.

Was droht Google jetzt?

Sollte die WEKO zu dem Schluss kommen, dass Google den Wettbewerb illegal behindert hat, drohen dem US-Konzern empfindliche Strafen. Neben saftigen Bußgeldern im dreistelligen Millionenbereich könnte Google per Dekret gezwungen werden, das Design des Auswahlbildschirms in der Schweiz grundlegend zu überarbeiten.

Google selbst hat sich zu der eingeleiteten Untersuchung bislang noch nicht im Detail geäußert, betont jedoch traditionell, dass der Choice Screen den Nutzern maximale Freiheit biete und den regulatorischen Vorgaben entspreche.

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