Nichts als die Wahrheit: Ich breche heute und jetzt mein Schweigen.
17 Jahre lang Psychoterror, körperliche Attacken und die große Flucht von zu Hause.
Dieser Text war der schwerste, den ich je geschrieben habe. Wenn er euch bewegt hat, teilt ihn gerne mit Menschen, denen er vielleicht Mut machen könnte.
Ich wurde sehr streng erzogen. Mein Bruder hat mich täglich schikaniert, ich habe viel geweint. Am Ende bekam ich die Schuld von allen Seiten, hatte von niemandem Rückhalt und wurde am Ende bestraft.
Die Bestrafung war beispielsweise, indem ich zum Schlafen in den Keller musste. Auch am Esstisch hatte ich keine Ruhe, die ganze Zeit hörte ich, was ich verbrochen hatte, nach dem Essen musste ich wieder heimlich weinen.
Am Abend flüchtete ich zu meiner Ersatzfamilie, dort ging es mir besser, doch ich hatte bis 17 Jahre wo ich zu Hause lebte, Zeiten wo ich wieder zu Hause sein musste (was ich völlig akzeptierte und auch verständlich war, es war 22 Uhr aber wehe ich kam 15 Minuten zu spät, ein heftiger Tritt in den Hintern und der Psychoterror am nächsten Tag ging wieder von vorne los, ganz zu schweigen von der Schikane meines Bruders die ich täglich erleben musste (Schüsse von der Luftdruckpistole auf meinen Fernseher, Juckpulver in meine saubere Wäsche, die Verwüstung meiner Ordnung nach dem Aufräumen des Zimmers, in die Schubladen schauen und stöbern meiner privaten Dinge und mehr) natürlich war das wieder ein zusätzlicher Grund, da ich immer wieder an meine psychischen Grenzen kam um diese für mich gewaltige Flut an Psychoterror unter dem Tag mitzuerleben, von jeder Seite aus, der Bruder der mich schikanierte, der Vater der mir heftige Arschtritte verpasste und jedesmal so nah an mich herankam dass ich daraus eine richtige Angst entwickelte dass er mir körperlich zu Nahe kommen könnte und dass das zu jeder Zeit passieren konnte und eine Person die ich hier nicht näher nennen möchte, von der ich es auch verbal zu spüren bekam.
Ich sage nichts wären die Tage eine Ausnahme gewesen, doch ich erlebte diese für mich sehr heftigen, verbalen Attacken von 2 Personen im Haus, den alltäglichen Schikanen meines Bruders, die Angst von körperlicher Auseinandersetzung, den immensen Druck den ich spürte und natürlich die immensen Schuldgefühle die ich hatte als Psychoterror pur den ich nicht einmal alle paar Monate mitmachen musste denn das wäre für mich noch ein eher natürlicher Zustand gewesen, nein ich musste es fast jeden täglich durchmachen und zum weinen musste ich heimlich in einen Raum gehen.
Als ich ungefähr 17 Jahre alt war, ist es schließlich zum Höhepunkt gekommen, musste ja mal passieren sage ich mir heute und dieses Ereignis brachte mich dann zur Flucht, also zum Auszug.
Ich kam etwas später nach Hause, mit später meine ich vielleicht um die 30 Minuten. Die Türen waren wie immer verschlossen, ich musste also wie immer einen Menschen wecken, natürlich hatte ich wieder große Angst davor und natürlich war diese Angst berechtigt, denn genau so kam es dann auch.
Ich bekam mehrere Arschtritte, schließlich fiel ich zu Boden, ich lag am Boden, die Tritte am Boden in meinem Körper. ließen nicht nach, ich fing an zu schreien. Ich bekam Schreie zurück, dass die Polizei gerufen wird und ich rief zurück, dass genau das gemacht werden sollte, natürlich wurde das nicht gemacht.
Diese Schreie blieben von meinem Onkel nebenan nicht unbemerkt und auch er kam ins Haus und der reine Psychoterror mit den körperlichen Attacken hat sich weiter ausgedehnt.
Der Onkel schrie mich an, dass ich in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen werde… .
So jetzt muss ich langsam mit diesem Artikel zu Ende kommen, mein Puls ist sehr hoch, die Tränen fallen herunter und alles kommt wieder hoch…
Das war der Grund und der Auslöser wieso ich innerhalb 2 Wochen die Flucht ergriff und von zu Hause abhaute.
Natürlich bekam ich nach einer Kontaktaufnahme nach vielen Jahren immer zu hören, dass ich abgehauen bin und anscheinend wurde das und wird das bis heute nicht verstanden.
Es ist unmöglich, mit meiner Familie diese Geschehnisse aufzuklären, ich habe es versucht, mehrmals nach vielen Jahren. Mir wurde immer gesagt, ich sollte aufhören, von der Vergangenheit zu reden. Also musste ich das so akzeptieren und Stillschweigen bewahren.
Heute kann ich sagen, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war, von zu Hause abhauen, auch wenn ich Jahre danach auf der Straße und im Obdachlosenheim landete bereue ich es nicht, aber das ist eine andere Geschichte.

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