Gesundheitsversorgung in Südtirol: PNRR-Meilenstein offiziell erreicht

Gesundheitsversorgung in Südtirol: PNRR-Meilenstein offiziell erreicht
(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Die Südtiroler Landesregierung hat die Vorgaben des nationalen Aufbauplans (PNRR) im Gesundheitsbereich erfolgreich umgesetzt. Sieben Gemeinschaftshäuser und zwei Gemeinschaftskrankenhäuser sind bereits in Betrieb – ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Spitäler und zur wohnortnahen Versorgung.

BOZEN/ROM. Die Gesundheitsversorgung in Südtirol befindet sich im Umbruch. Mit mehreren Beschlüssen hat die Landesregierung am 12. Juni offiziell festgestellt: Die mit dem Gesundheitsministerium in Rom vereinbarten PNRR-Ziele (Mission 6 „Gesundheit“) wurden pünktlich innerhalb Mai erreicht. Damit ist der Weg frei für die finanzielle Abwicklung und die Auszahlung der entsprechenden Fördermittel.

„Konkrete Verbesserungen für die Menschen“

Gesundheitslandesrat Hubert Messner zeigte sich mit dem Erreichten zufrieden. „Wir haben die vereinbarten PNRR-Ziele nicht nur erfüllt, sondern vor allem konkrete Verbesserungen für die Menschen umgesetzt“, erklärt Messner. Die neuen Strukturen sollen die medizinische Versorgung vor Ort stärken und die Akutkrankenhäuser im Land entlasten.

Die neuen Strukturen im Überblick

StrukturFunktionStandorte (Bereits in Betrieb)Geplante Standorte (bis 2028)
GemeinschaftshäuserWeiterentwicklung der Sprengel. Enges Zusammenspiel von Ärzten, Pflege und Sozialdiensten. Erste Anlaufstelle bei chronischen Krankheiten, Pflegebedarf oder kleinen Dringlichkeiten.Bozen (Loew-Cadonna), Brixen, Innichen, Klausen, Leifers, Mals, NaturnsBruneck, Sterzing, Meran, Neumarkt, Bozen (2. Haus)
GemeinschaftskrankenhäuserSchließen die Lücke zwischen Akutklinik und Pflege daheim. Patienten in der Übergangsphase belegen so keine teuren Akutbetten im Krankenhaus.Bozen, MeranNeumarkt
Hintergrund: Ein Gemeinschaftshaus bietet neben der klassischen Betreuung auch Präventionsangebote sowie soziale und psychologische Beratung. Bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden stehen zudem Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten bereit.

Blick in die Zukunft: Das Ziel 2028

Die heute gemeldete Zielerreichung ist erst der Anfang einer landesweiten Reform. Bis zum Jahr 2028 plant das Gesundheitsressort insgesamt zwölf Gemeinschaftshäuser in ganz Südtirol. Mit weiteren Beschlüssen wird die Landesregierung in nächster Zeit auch die noch folgenden Bau- und Aktivierungsprojekte formell bestätigen.

Für die Südtiroler Bevölkerung bedeutet die Umsetzung dieses Mammutprojekts vor allem eines: Eine medizinische Grundversorgung, die Schritt für Schritt näher an den Wohnort rückt.

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