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KI-Gesichtserkennung in London: 2.500 Festnahmen – und die Sorge vor dem Überwachungsstaat (mit Video)

KI-Gesichtserkennung in London: 2.500 Festnahmen – und die Sorge vor dem Überwachungsstaat (mit Video)
Bild: KI generiert

Auf den Straßen Londons gehört automatisierte KI-Überwachung längst zum Alltag. Über 2.500 Festnahmen verzeichnet die Polizei bereits durch den Einsatz von Live-Gesichtserkennung. Während die Ermittler die Erfolge feiern, schlagen Datenschützer Alarm.

Wer durch Straßen wie den Sloane Square im Londoner Stadtteil Chelsea spaziert, gerät womöglich direkt ins Visier einer KI-Software. Spezielle Kameras scannen die Gesichter von Passanten in Echtzeit und gleicht sie innerhalb von Sekundenbruchteilen mit Polizeidatenbanken gesuchter Straftäter ab.

Die Ausbeute der Sicherheitsbehörden ist enorm: Seit dem Start des erweiterten Programms im Jahr 2024 führte das System bereits zu 2.500 Festnahmen – fast 900 davon allein im laufenden Jahr.

Täglicher Einsatz gegen Gesuchte

Ob Angriffe auf Polizeibeamtinnen und -beamte oder versäumte Drogentests: Die KI schlägt sofort Alarm, sobald eine gesuchte Person an den mobilen Kamera-Lieferwagen vorbeiläuft. Nach Angaben der Londoner Polizei sind Fehlalarme äußerst selten und die verarbeiteten Videodaten unbeteiligter Bürger werden nicht gespeichert.

Massiver Eingriff in die Privatsphäre?

Doch der Einsatz der biometrischen Technologie stößt keineswegs überall auf Begeisterung. Bürgerrechtsorganisationen wie Big Brother Watch warnen vor den Gefahren eines schleichenden Überwachungsstaates.

Der Hauptkritikpunkt: Im britischen Recht fehlt es bislang an einer klaren, gesetzlichen Grundlage dafür, wann und in welchem Umfang die Polizei KI-gestützte Live-Gesichtserkennung einsetzen darf. Da es sich bei biometrischen Gesichtsdaten um hochsensible Informationen handelt, fordern Kritiker strikte Regeln sowie den Ausschluss jeglicher Speicherung.

Ein entsprechender Gesetzentwurf im britischen Parlament ist für den Herbst angekündigt. Die Polizei rüstet unterdessen weiter auf und schafft bereits zusätzliche Kamera-Fahrzeuge an.

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