Mehr als nur Stimmungsschwankungen: Mein Leben mit der Diagnose Borderline
Ich lebe schon lange mit Borderline und den dazugehörigen Symptomen. Früher war es extrem heftig – und das hielt bis vor über vier Jahren an. Doch in den letzten zwei bis drei Jahren hat sich meine Lebensqualität erheblich verbessert. Ich habe gelernt, viel besser damit umzugehen, und fühle mich heute gefestigter und sicherer als je zuvor.
Ein großer Grund dafür war der Austausch im Netz: Durch Threads, das Teilen meiner kleinen Geschichten in den letzten drei Jahren und die Unterstützung der Community konnte ich mich weiterentwickeln. Ich habe Menschen kennengelernt, denen ich vertrauen kann, und engere Kontakte geknüpft. Und wenn es doch mal schwierig wurde, habe ich mir die nötige Hilfe gesucht. Heute kann ich sagen: Ich habe meine Symptome im Griff.
Warum ich manchmal andere Worte wähle
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) ist vor allem durch eine starke emotionale Instabilität und Herausforderungen in Beziehungen geprägt.
In der Öffentlichkeit spreche ich jedoch oft bewusst von einer allgemeinen Persönlichkeitsstörung oder emotionalen Instabilität. Der Begriff Borderline ist in vielen Köpfen leider mit Vorurteilen behaftet oder wirkt bei der Online-Suche abschreckend. Mir geht es nicht um medizinische Stempel, sondern darum, wie sich die Symptome im echten Leben anfühlen.
Meine Symptome umfassten in der Vergangenheit starke Verlustängste, instabile Beziehungen, Impulsivität, Substanzmissbrauch und schädliches Verhalten – ich habe früher oft unbewusst versucht, Chaos in mein Leben zu bringen. Dazu kamen Wut und phasenweise Depressionen.
Wie sich die Symptome heute bei mir zeigen:
- Stimmungsschwankungen: Fast täglich
- Schwarz-Weiß-Denken: Hauptsächlich, wenn es mir nicht gut geht
- Instabiles Selbstbild & wenig Selbstwertgefühl: Oft
- Verlustängste: Manchmal, bin ein Einzelgänger
- Angst vor Nähe und Angst vor Distanz: Selten
- Paranoide Vorstellungen: Sehr selten
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