Meilenstein für die Südtiroler Gesundheitsversorgung: Gemeinschaftshäuser Naturns, Mals und Innichen sind am Netz
Ein wichtiger Schritt für die wohnortnahe Versorgung in Südtirol ist getan: Seit dem 29. Mai haben die neuen Gemeinschaftshäuser in Naturns, Mals und Innichen offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Die bisherigen Gesundheits- und Sozialsprengel wurden in den vergangenen Monaten grundlegend weiterentwickelt, baulich angepasst und in ein neues organisatorisches Gewand gesteckt. Das Ziel: Gesundheit und Soziales wachsen unter einem Dach noch enger zusammen.
Das Konzept: Alles an einem Ort, nah am Bürger
Die neuen Gemeinschaftshäuser bündeln bestehende Angebote und machen den Zugang zu den Leistungen einfacher und übersichtlicher.
„Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den territorialen Diensten weiter auszubauen und den Zugang zu den Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger noch einfacher und übersichtlicher zu gestalten“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner.
Alle gewohnten Dienste der bisherigen Sprengel bleiben den Bürgerinnen und Bürgern in den jeweiligen Einzugsgebieten erhalten. Dazu gehören:
- Krankenpflege- und Hauskrankenpflegedienst
- Fachärztliche Ambulatorien
- Dienst für Betreuungskontinuität (ehemals ärztlicher Bereitschaftsdienst)
- Blutentnahmedienst & Beratungsangebote
- Verwaltungs- und Sozialdienste
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
Neben der engeren Vernetzung bringen die Gemeinschaftshäuser konkrete neue Angebote mit sich, die vor allem die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten sollen:
1. Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten
Neu eingerichtet wurde in allen drei Häusern ein Ambulatorium für akute, aber nicht lebensbedrohliche Beschwerden. Bürgerinnen und Bürger erhalten hier schnelle Hilfe bei:
- Grippesymptomen
- Rücken- oder Gelenksschmerzen
- Leichten Verletzungen (z. B. kleinere Schnittwunden oder leichte Verbrennungen)
Wichtig für Patienten: Bevor man das Ambulatorium aufsucht, wird dringend empfohlen, vorab telefonisch Kontakt mit der Einrichtung aufzunehmen.
2. Fokus auf chronisch Kranke
Eine der Hauptaufgaben der neuen Strukturen in Naturns, Mals und Innichen – sowie aller weiteren geplanten Häuser im Land – ist die Betreuung von Menschen mit chronischen Erkrankungen. Fachärztliche Visiten im Rahmen von Betreuungspfaden werden hier gebündelt und interdisziplinär durchgeführt, sodass Betroffene weniger Wege auf sich nehmen müssen.
Weiterführende Informationen
Wer sich ein genaues Bild von den Angeboten machen möchte, findet allgemeine Informationen sowie ein übersichtliches Schaubild (welches zeigt, bei welchen Beschwerden welche Anlaufstelle die richtige ist) auf der offiziellen Webseite des Landes:
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