Südtirol setzt Zeichen gegen Diskriminierung: Plakataktion zum 17. Mai und Pride Month
- Patrick Graber
- vor 3 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homo-, Lesbo-, Bi- und Transphobie, setzt das Land Südtirol ein sichtbares Zeichen gegen Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Mit einer landesweiten Plakataktion macht die Landesverwaltung gemeinsam mit Partnern des RE.A.DY‑Netzwerks darauf aufmerksam, dass Ausgrenzung und Benachteiligung in einer offenen Gesellschaft keinen Platz haben.
Plakatkampagne in ganz Südtirol
Rund um den 17. Mai werden in Südtirol Plakate verbreitet, die klar Stellung gegen Diskriminierung von LGBT+-Personen beziehen. Die Motive rufen dazu auf, Herabwürdigung, Ungleichbehandlung und Ausgrenzung im Alltag nicht hinzunehmen und aktiv dagegen aufzutreten.Die Kampagne ist Teil einer italienweiten Sensibilisierungsaktion, die von der Stadt Bologna und der Region Emilia‑Romagna gemeinsam mit lokalen LGBT+-Vereinigungen entwickelt und den Partnern des RE.A.DY‑Netzwerks zur Verfügung gestellt wurde.
Auch das Land Südtirol gehört seit 2019 zu den inzwischen 28 italienischen Mitgliedern dieses Netzwerks und hat die Verpflichtung übernommen, Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität konsequent zu bekämpfen. Für Südtirol wurden die Plakate vom Amt für Landessprachen und Bürgerrechte sowie von der Agentur für Presse und Kommunikation an den lokalen Kontext angepasst. Sie werden sowohl im öffentlichen Raum als auch über die Social‑Media‑Kanäle des Landes und die Kanäle der Südtiroler Partnerorganisationen verbreitet.
Klare Botschaft der Landespolitik
Landeshauptmann Arno Kompatscher betont im Zusammenhang mit der Aktion, dass Menschen niemals wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität benachteiligt werden dürfen. Das Land verstehe sich als aktive Kraft für eine respektvolle, offene und diskriminierungsfreie Gesellschaft und wolle dies auch durch öffentlich sichtbare Aktionen unterstreichen.
Die Plakatkampagne zum 17. Mai ist dabei mehr als nur Symbolik: Sie soll Betroffenen signalisieren, dass sie nicht alleine sind, und gleichzeitig alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, im eigenen Umfeld Haltung zu zeigen – sei es im Beruf, in der Schule, in der Familie oder im Freundeskreis.
Pride Month: Aktionen werden am 20. Mai vorgestellt
Die Initiative rund um den 17. Mai ist eingebettet in ein breiteres Maßnahmenpaket zum Pride Month im Juni, an dem sich das Land Südtirol auch in diesem Jahr aktiv beteiligt. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern sind für den kommenden Monat mehrere Aktionen geplant, die die Anerkennung und Rechte von Menschen aller sexuellen Orientierungen in den Mittelpunkt stellen.
Als konkretes sichtbares Symbol werden im Juni Plakate mit der Regenbogenflagge an den Eingängen mehrerer Landesgebäude angebracht. Interessierte können das Pride‑Month‑Plakat zudem online herunterladen und damit selbst ein Zeichen setzen.
Ein Aufruf an die Gesellschaft
Mit der Beteiligung an der RE.A.DY‑Kampagne und den geplanten Aktionen im Pride Month unterstreicht Südtirol, dass Gleichberechtigung und Schutz vor Diskriminierung Grundpfeiler einer demokratischen Gesellschaft sind. Die Botschaft ist klar: Vielfalt soll sichtbar sein, und niemand darf aufgrund von Liebe, Identität oder Lebensentwurf an den Rand gedrängt werden.
Wer sich beteiligen möchte, kann die Plakate teilen, über die Inhalte sprechen und im eigenen Umfeld darauf achten, dass ausgrenzende Sprüche und diskriminierendes Verhalten nicht als „normal“ durchgehen. Jede einzelne Person kann so dazu beitragen, dass der 17. Mai und der Pride Month weit über Symbolik hinauswirken und zu mehr Respekt und Sichtbarkeit für LGBT+-Menschen in Südtirol führen.
Südtirol setzt Zeichen gegen Diskriminierung: Plakataktion zum 17. Mai und Pride Month



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