Nachrichten & Aktuelles

Südtirol: Schluss mit Drohnen-Ärgernis & Regelverstößen: Erster Ranger am Karer See im Einsatz

Südtirol: Schluss mit Drohnen-Ärgernis & Regelverstößen: Erster Ranger am Karer See im Einsatz
(Foto: LPA/Agentur Landesdomäne/Andreas Agreiter)

Neuer Ranger am Karer See: Besserer Schutz für Südtirols Naturjuwel

Der Karer See gehört zu den bekanntesten und meistfotografierten Naturdenkmälern Südtirols. Um den enormen Besucheransturm besser zu lenken und das empfindliche Ökosystem zu schützen, setzt das Land nun auf ein neues Konzept: Erstmals ist mit Manuel Lanthaler ein eigener Ranger vor Ort im Einsatz.

Die Anforderungen an das geschützte Naturdenkmal im Eggental sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Tausende Gäste strömen täglich an das Nordufer des Sees, um das beeindruckende Panorama des Latemar zu bewundern. Doch der Boom bringt auch Herausforderungen mit sich – von Müll bis hin zu Besuchern, die die geschützten Uferbereiche betreten.

Aufklärung statt reines Strafen

Seit Juni ist Ranger Manuel Lanthaler regelmäßig am See anzutreffen. Seine Hauptaufgabe: Sensibilisierung.

„Es geht nicht primär darum, Strafen zu verteilen, sondern den Menschen den Wert dieses einzigartigen Lebensraums zu erklären“, so das Forstpersonal des Landes.

Der neue Ranger informiert über die Entstehung des Sees, die sensible Fauna und Flora sowie die geltenden Regeln im Schutzgebiet.

Drei Kernaufgaben des neuen Rangers:

  • Besucherbetreuung & Auskunft: Information für Gäste direkt am Seeufer.
  • Aufsicht & Naturschutz: Überwachung der Einhaltung von Schutzbestimmungen (z. B. Verlassen der Wege).
  • Entlastung der Forstinspektion: Direkte Ansprechperson vor Ort während der stark frequentierten Sommermonate.

Das Pilotprojekt am Karer See dient zudem als Modell für andere stark besuchte Naturdenkmäler in Südtirol, um Umweltbildung und sanften Tourismus noch enger miteinander zu verknüpfen.

Geschrieben von

Als nächstes lesen

Verheerende Waldbrände: Spanien ruft Notstand nationaler Tragweite aus

Verheerende Waldbrände: Spanien ruft Notstand nationaler Tragweite aus

Extremes Feuer-Inferno in Zentralspanien: Wegen außer Kontrolle geratener Waldbrände westlich der Hauptstadt hat die spanische Regierung den „Notstand nationaler Tragweite“ ausgerufen. Die Flammen wüten in der Region Madrid sowie in der benachbarten Provinz Ávila. Bereits rund 10.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Lage westlich und südwestlich von Madrid hat sich drastisch zugespitzt. Mehrere Feuerwalzen fressen sich durch das ausgetrocknete Land. Allein in den vergangenen Tagen wu
Von Patrick Graber

Historischer Meilenstein am Brenner: Haupttunnelröhren des BBT durchbrochen

Ein emotionaler Moment für das größte Infrastrukturprojekt der Region: Rund 1.400 Meter unter dem Brennerpass trafen am Dienstag die Mineure aus Italien und Österreich aufeinander. Mit dem Durchschlag der beiden Haupttunnelröhren sind nun sämtliche 230 Tunnelkilometer des Brenner Basistunnels ausgebrochen. BRENNER – Am Vormittag des 28. Juli reichten sich österreichische und italienische Mineure tief unter der Erde an der Staatsgrenze die Hände. Der Durchbruch vereint die Baustellen auf beiden
Historischer Meilenstein am Brenner: Haupttunnelröhren des BBT durchbrochen

Bozen: Nach Einsturz am Gerichtsplatz: Neue Ausweichquartiere für Gericht und Staatsanwaltschaft stehen fest

Nach dem Teil-Einsturz am Bozner Gerichtsplatz steht der Fahrplan für die Wiederaufnahme der Justizgeschäfte: Das Landesgericht zieht in die Südtiroler Straße, die Staatsanwaltschaft in die Rittner Straße. Die Mieten belaufen sich zusammen auf rund 194.000 Euro im Monat. BOZEN – Die Landesverwaltung hat in enger Absprache mit den Justizbehörden zwei Ersatzimmobilien in Bozen ausgewählt, um den Betrieb des Landesgerichts und der Staatsanwaltschaft schnellstmöglich wieder hochzufahren. Das gab Ho
Bozen: Nach Einsturz am Gerichtsplatz: Neue Ausweichquartiere für Gericht und Staatsanwaltschaft stehen fest

Über 5 Millionen Euro eingenommen: Venedigs Eintrittsgebühr sprengt alle Erwartungen

Die Laguna-Stadt Venedig zieht Bilanz nach der ersten Testphase ihres weltweit aufmerksam verfolgten Zugangsgebühren-Systems – und die Zahlen sind beeindruckend. An insgesamt 29 ausgewählten Testtagen spülte die Gebühr für Tagesgäste mehr als fünf Millionen Euro in die Stadtkasse. Damit wurden die ursprünglichen Schätzungen der Verwaltung weit übertroffen. Ursprünglich war die Stadt von Einnahmen in Höhe von rund 700.000 Euro ausgegangen. Was steckt hinter dem System? Um den massiven Tagesto
Über 5 Millionen Euro eingenommen: Venedigs Eintrittsgebühr sprengt alle Erwartungen

Nichts als die Wahrheit: Ich breche heute und jetzt mein Schweigen.

17 Jahre lang Psychoterror, körperliche Attacken und die große Flucht von zu Hause. Dieser Text war der schwerste, den ich je geschrieben habe. Wenn er euch bewegt hat, teilt ihn gerne mit Menschen, denen er vielleicht Mut machen könnte. Ich wurde sehr streng erzogen. Mein Bruder hat mich täglich schikaniert, ich habe viel geweint. Am Ende bekam ich die Schuld von allen Seiten, hatte von niemandem Rückhalt und wurde am Ende bestraft. Die Bestrafung war beispielsweise, indem ich zum Schlafen i
Nichts als die Wahrheit: Ich breche heute und jetzt mein Schweigen.

Als mein Leben im Chaos versank: Die Bilder meiner dunkelsten Zeit

Vor sechs Jahren befand ich mich an einem Ort, an dem ich nicht mehr weiterwusste. Ich hatte die Kontrolle über mein Leben komplett verloren, kämpfte mit schweren Depressionen, Lähmung und Angstzuständen. Heute zeige ich diese Aufnahmen – nicht um zu schockieren, sondern um zu zeigen: Es gibt einen Weg zurück ins Leben. Wenn Depressionen und extremer psychischer Stress die Kontrolle übernehmen, passiert das meist leise. Gegenüber der Außenwelt versucht man irgendwie zu funktionieren, doch hinte
Als mein Leben im Chaos versank: Die Bilder meiner dunkelsten Zeit

Tagebuch #4: Kleine Schritte führen auch zum Ziel

Als mich vor einigen Jahren die Depressionen so richtig heimgesucht haben, ging gar nichts mehr. Drei Wochen lang habe ich mich komplett zurückgezogen. Ich bin nicht mehr aus dem Haus gegangen und hatte schlichtweg keine Kraft mehr. Nach diesen drei Wochen habe ich mir vorgenommen, mit ganz kleinen Schritten anzufangen: * Phase 1: Jeden Tag 15 Minuten draußen im Hof verbringen. * Phase 2: Jeden Tag 5 Minuten zu Fuß zum Müll bringen. * Phase 3: Nach zwei Wochen schaffte ich wieder den Weg in
Tagebuch #4: Kleine Schritte führen auch zum Ziel