Wandel in Südtirols Landwirtschaft: Erntehelfer arbeiten länger und für mehrere Betriebe
Die Erntesaison in Südtirol verändert sich: Saisonarbeitskräfte bleiben immer länger im Land und sind häufiger für verschiedene landwirtschaftliche Betriebe im Einsatz. Das zeigen aktuelle Auswertungen der Arbeitsmarkt-Beobachtungsstelle der Autonomen Provinz Bozen.
In der Südtiroler Landwirtschaft zeichnet sich ein klarer Trend ab: Während die Zahl der benötigten Saisonkräfte während der intensiven Erntephasen hoch bleibt, verändert sich die Struktur der Beschäftigung spürbar. Immer mehr Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter beschränken ihren Einsatz nicht mehr nur auf einen einzigen Hof, sondern helfen flexibel bei mehreren Landwirten aus.
Längere Beschäftigungsdauer auf Südtiroler Höfen
Neben der Arbeitsflexibilität steigt auch die Aufenthalts- und Arbeitsdauer der Erntehelfer im Land. Viele Arbeitskräfte bleiben nicht mehr nur für wenige Wochen der Haupternte, sondern unterstützen die Betriebe über einen längeren Zeitraum hinweg bei verschiedenen Anbau- und Pflegearbeiten.
Für Südtirols Landwirtschaft ist dieser Trend von großer Bedeutung:
- Planungssicherheit: Erfahrene Kräfte bleiben der Region länger erhalten.
- Flexibilität: Betriebe können Arbeitsspitzen – etwa bei der Apfel- oder Weinlese – durch den Verleih oder den Wechsel von Arbeitskräften besser abfedern.
- Kontinuität: Der Arbeitsbedarf verteilt sich gleichmäßiger über die Saison.
Arbeitsmarkt im Wandel
Die Auswertung der Abteilung Arbeit unterstreicht, wie wichtig verlässliche Saisonarbeitskräfte für die heimische Landwirtschaft sind. Durch die Kombination aus längeren Verträgen und dem Einsatz in mehreren Betrieben sichern die Helferinnen und Helfer den fristgerechten Ablauf der Ernte und tragen maßgeblich zur Wertschöpfung des Agrarsektors in Südtirol bei.
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