Wer an epische Filmsets, gigantische Monstertrucks oder atemberaubende Kostüme denkt, dem schießt meist sofort ein Name in den Kopf: Hollywood. Doch die Annahme, dass die wahre Magie nur in den kalifornischen Universal Studios entsteht, ist längst veraltet. Direkt vor unserer Haustür – in deutschen Werkstätten und Ateliers – kreieren Meister ihres Fachs Illusionen, die den amerikanischen Blockbustern in absolut nichts nachstehen.

Vom detailgetreuen Nachbau des legendären Jurassic Park-Tors über Oscar-reife Musical-Kostüme bis hin zu hochkomplexer Bühnenrobotik auf der Hamburger Reeperbahn: Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie viel Herzblut, Schweiß und millimetergenaue Präzision in den Kulissen von heute stecken.

Das Mammutprojekt: 3,36 Meter Kinogeschichte aus Braunschweig

In einer unscheinbaren Fabrikhalle in Braunschweig lagert ein wahres Mekka für Filmfans. Angelo Zanin und seine Söhne Tony und Robin haben sich mit ihrem Familienbetrieb auf den Nachbau von weltbekannten Filmrequisiten spezialisiert. Ob das Batmobil oder originale Star Wars-Repliken – das Trio baut, „weil sie Bock drauf haben und Dinge ausprobieren wollen“.

Ihr neuestes Meisterwerk: Das ikonische Holztor aus Jurassic Park. Mit einer Höhe von 3,36 Metern und einer Breite von rund vier Metern eine echte statische und logistische Herausforderung.

„Es muss absolut standfest sein, dem Original bis ins kleinste Detail entsprechen, aber gleichzeitig so leicht zu montieren sein, dass wir keinen schweren Kran brauchen“, erklärt Angelo.

Besonders streng: Für jeden einzelnen Schritt braucht die Familie das grüne Licht vom Rechteinhaber Universal Pictures. Ein Aufwand, der sich auszahlt. Auf einer großen Popkulturmesse in Stuttgart zog das gigantische Tor scharenweise begeisterte Fans an und generierte sofort internationale Buchungsanfragen.

Keine Schneiderei, sondern ein „reiner Kostümbetrieb“

Rund 600 Kilometer weiter südlich, im bayerischen Garching an der Alz, entstehen Träume aus Stoff, Metall und Thermoplasten. Alexandra Brandner ist preisgekrönte Kostümbildnerin und die Frau, die unter anderem für die spektakulären Masken der TV-Show The Masked Singer Germany verantwortlich zeichnet (wofür sie 2020 den Deutschen Fernsehpreis erhielt).

Wer glaubt, in ihrem Atelier ginge es nur um Nadel und Faden, der irrt gewaltig.

  • Material-Vielfalt: In ihrem Lager im Wert von rund 150.000 Euro finden sich neben edlen Stoffen auch Holz, Federn und Elektronikbauteile.
  • Statische Wunderwerke: Für ein Musical-Kostüm zu Die Schöne und das Biest stecken teils über 250 Stunden Arbeit in einer einzigen Kreation. Die Herausforderung ist oft rein physikalisch: Wie bleibt eine riesige Maske ausbalanciert, während der Darsteller auf der Bühne Höchstleistungen erbringen muss?

Gemeinsam mit ihrer Tochter Estella, einer gefragten Maskenbildnerin, beweist Brandner täglich, dass das traditionelle Handwerk im deutschsprachigen Raum lebendiger ist denn je. „Was die Amerikaner können, können wir schon lange“, gibt sie sich selbstbewusst.

High-Tech auf der Reeperbahn: Wenn der Broadway nach Hamburg zieht

Dass die Illusion perfekt wird, verdankt die Branche auch Quereinsteigern wie dem Elektriker Marco. Er arbeitete früher in der Autoindustrie und baut heute bei Studio Hamburg Design Works an den Kulissen für das Mega-Musical Zurück in die Zukunft.

Hier werden originale Bühnenteile vom New Yorker Broadway für das deutsche Theater modifiziert und mit modernster LED-Technik, Robotik und Pyrotechnik ausgestattet. Jedes Detail, jede Hausfassade muss doppelt genutzt werden, um auf der Bühne Platz zu sparen.

Wenn am Ende der Funke überspringt, das ikonische Rathaus samt Uhr im Neonlicht erstrahlt und das Publikum völlig in die 80er-Jahre eintaucht, ist das der größte Lohn für die Macher im Hintergrund. Sogar Hollywood-Legende Bob Gale, Erfinder der Zurück in die Zukunft-Trilogie, zeigte sich bei der Vorpremiere in Hamburg sprachlos: „Einige der Kulissen übertrafen alles, was ich für möglich gehalten hätte.“

Hollywood „Made in Germany“: Wie Kulissenbauer und Kostümprofis die Traumfabrik nach Europa holen (Video)

Wer an epische Filmsets, gigantische Monstertrucks oder atemberaubende Kostüme denkt, dem schießt meist sofort ein Name in den Kopf: Hollywood. Doch die Annahme, dass die wahre Magie nur in den kalifornischen Universal Studios entsteht, ist längst veraltet. Direkt vor unserer Haustür – in deutschen Werkstätten und Ateliers – kreieren Meister ihres Fachs Illusionen, die den amerikanischen Blockbustern in absolut nichts nachstehen.

Vom detailgetreuen Nachbau des legendären Jurassic Park-Tors über Oscar-reife Musical-Kostüme bis hin zu hochkomplexer Bühnenrobotik auf der Hamburger Reeperbahn: Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wie viel Herzblut, Schweiß und millimetergenaue Präzision in den Kulissen von heute stecken.

Das Mammutprojekt: 3,36 Meter Kinogeschichte aus Braunschweig

In einer unscheinbaren Fabrikhalle in Braunschweig lagert ein wahres Mekka für Filmfans. Angelo Zanin und seine Söhne Tony und Robin haben sich mit ihrem Familienbetrieb auf den Nachbau von weltbekannten Filmrequisiten spezialisiert. Ob das Batmobil oder originale Star Wars-Repliken – das Trio baut, „weil sie Bock drauf haben und Dinge ausprobieren wollen“.

Ihr neuestes Meisterwerk: Das ikonische Holztor aus Jurassic Park. Mit einer Höhe von 3,36 Metern und einer Breite von rund vier Metern eine echte statische und logistische Herausforderung.

„Es muss absolut standfest sein, dem Original bis ins kleinste Detail entsprechen, aber gleichzeitig so leicht zu montieren sein, dass wir keinen schweren Kran brauchen“, erklärt Angelo.

Besonders streng: Für jeden einzelnen Schritt braucht die Familie das grüne Licht vom Rechteinhaber Universal Pictures. Ein Aufwand, der sich auszahlt. Auf einer großen Popkulturmesse in Stuttgart zog das gigantische Tor scharenweise begeisterte Fans an und generierte sofort internationale Buchungsanfragen.

Keine Schneiderei, sondern ein „reiner Kostümbetrieb“

Rund 600 Kilometer weiter südlich, im bayerischen Garching an der Alz, entstehen Träume aus Stoff, Metall und Thermoplasten. Alexandra Brandner ist preisgekrönte Kostümbildnerin und die Frau, die unter anderem für die spektakulären Masken der TV-Show The Masked Singer Germany verantwortlich zeichnet (wofür sie 2020 den Deutschen Fernsehpreis erhielt).

Wer glaubt, in ihrem Atelier ginge es nur um Nadel und Faden, der irrt gewaltig.

  • Material-Vielfalt: In ihrem Lager im Wert von rund 150.000 Euro finden sich neben edlen Stoffen auch Holz, Federn und Elektronikbauteile.
  • Statische Wunderwerke: Für ein Musical-Kostüm zu Die Schöne und das Biest stecken teils über 250 Stunden Arbeit in einer einzigen Kreation. Die Herausforderung ist oft rein physikalisch: Wie bleibt eine riesige Maske ausbalanciert, während der Darsteller auf der Bühne Höchstleistungen erbringen muss?

Gemeinsam mit ihrer Tochter Estella, einer gefragten Maskenbildnerin, beweist Brandner täglich, dass das traditionelle Handwerk im deutschsprachigen Raum lebendiger ist denn je. „Was die Amerikaner können, können wir schon lange“, gibt sie sich selbstbewusst.

High-Tech auf der Reeperbahn: Wenn der Broadway nach Hamburg zieht

Dass die Illusion perfekt wird, verdankt die Branche auch Quereinsteigern wie dem Elektriker Marco. Er arbeitete früher in der Autoindustrie und baut heute bei Studio Hamburg Design Works an den Kulissen für das Mega-Musical Zurück in die Zukunft.

Hier werden originale Bühnenteile vom New Yorker Broadway für das deutsche Theater modifiziert und mit modernster LED-Technik, Robotik und Pyrotechnik ausgestattet. Jedes Detail, jede Hausfassade muss doppelt genutzt werden, um auf der Bühne Platz zu sparen.

Wenn am Ende der Funke überspringt, das ikonische Rathaus samt Uhr im Neonlicht erstrahlt und das Publikum völlig in die 80er-Jahre eintaucht, ist das der größte Lohn für die Macher im Hintergrund. Sogar Hollywood-Legende Bob Gale, Erfinder der Zurück in die Zukunft-Trilogie, zeigte sich bei der Vorpremiere in Hamburg sprachlos: „Einige der Kulissen übertrafen alles, was ich für möglich gehalten hätte.“

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