Wer derzeit eine Reise plant oder gebucht hat, sollte sein Smartphone besonders aufmerksam im Blick behalten. Eine perfide Betrugsmasche über bekannte Buchungsportale sorgt aktuell für massive Verunsicherung unter Reisenden. Die Nachrichten wirken täuschend echt, da sie korrekte Buchungsdaten enthalten – doch das Geld landet direkt in den Händen von Cyberkriminellen.

Wie ORF Südtirol berichtet, werden solche Nachrichten derzeit tausendfach verschickt. Selbst erfahrene Reisende geraten ins Grübeln, da die Absender vorgeben, die gebuchte Unterkunft zu sein. Die Kriminellen behaupten dreist, dass es ein Problem mit der Zahlung gegeben habe. Wer die Reservierung nicht verlieren möchte, müsse umgehend noch einmal bezahlen oder die Kreditkartendaten über einen beigefügten Link verifizieren.

Warum die Masche so gefährlich ist

Das Perfide an diesem „Reservation Hijacking“: Die Eckdaten stimmen perfekt. Der Name der Unterkunft, der exakte Reisezeitraum und persönliche Daten decken sich eins zu eins mit der tatsächlichen Buchung.

Zudem setzen die Täter gezielt auf den psychologischen Faktor Panik: Es geht meistens um den wohlverdienten Jahresurlaub, den man auf keinen Fall riskieren möchte. Betroffene sollen durch den künstlichen Zeitdruck zu schnellem, unüberlegtem Handeln verleitet werden.

Woher stammen die echten Buchungsdaten?

Laut Experten gibt es für das Datenleck zwei Hauptszenarien:

  1. Das Buchungsportal selbst: Erst im April dieses Jahres wurde beispielsweise die Plattform Booking.com von einem Datenabfluss getroffen. In welchem Umfang (ob tausende oder hunderttausende Daten) ist unklar, aber Angreifer nutzen diese abgegriffenen Datensätze für ihre Phishing-Kampagnen.
  2. Direkte Angriffe auf Hotels: Als wesentlich wahrscheinlicher und üblicher gilt jedoch, dass die Hotels und Gasbetriebe selbst gehackt werden.

Auch in Südtirol ist das Problem längst kein Fremdwort mehr. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) bestätigt, dass die Betrüger in der Region angekommen sind. Zahlreiche besorgte Kontaktaufnahmen von Mitgliedsbetrieben zeigen, dass die Masche hierzulande flächendeckend Einzug gehalten hat. Die Hacker verschaffen sich Zugriff auf die Hotel-Systeme und nutzen die echten Gästedaten für gezielte Betrugsversuche.

Was tun, wenn man in die Falle getappt ist?

Sollte man den gefälschten Link bereits angeklickt und Daten eingegeben haben, gilt die Devise: Schnelligkeit rettet Geld.

  • Bank kontaktieren: Sofort das Kreditinstitut informieren und die betroffene Kreditkarte sperren lassen.
  • Anzeige erstatten: Umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten, um den Schaden rechtlich zu begrenzen.
  • Schlichtungsverfahren nutzen: Hilft der eigene Finanzdienstleister nicht weiter, kann versucht werden, eine Schlichtung vor dem Bankenschiedsgericht einzureichen.

Im Zweifel gilt für alle Urlauber: Lieber einmal zu viel direkt per Telefon beim Hotel nachfragen, als blindlings auf einen Link in einer SMS oder WhatsApp-Nachricht zu klicken. So bleibt der Urlaub das, was er sein soll – unbeschwert.

Falsche Hotel-Nachrichten verunsichern Südtiroler Urlauber

Wer derzeit eine Reise plant oder gebucht hat, sollte sein Smartphone besonders aufmerksam im Blick behalten. Eine perfide Betrugsmasche über bekannte Buchungsportale sorgt aktuell für massive Verunsicherung unter Reisenden. Die Nachrichten wirken täuschend echt, da sie korrekte Buchungsdaten enthalten – doch das Geld landet direkt in den Händen von Cyberkriminellen.

Wie ORF Südtirol berichtet, werden solche Nachrichten derzeit tausendfach verschickt. Selbst erfahrene Reisende geraten ins Grübeln, da die Absender vorgeben, die gebuchte Unterkunft zu sein. Die Kriminellen behaupten dreist, dass es ein Problem mit der Zahlung gegeben habe. Wer die Reservierung nicht verlieren möchte, müsse umgehend noch einmal bezahlen oder die Kreditkartendaten über einen beigefügten Link verifizieren.

Warum die Masche so gefährlich ist

Das Perfide an diesem „Reservation Hijacking“: Die Eckdaten stimmen perfekt. Der Name der Unterkunft, der exakte Reisezeitraum und persönliche Daten decken sich eins zu eins mit der tatsächlichen Buchung.

Zudem setzen die Täter gezielt auf den psychologischen Faktor Panik: Es geht meistens um den wohlverdienten Jahresurlaub, den man auf keinen Fall riskieren möchte. Betroffene sollen durch den künstlichen Zeitdruck zu schnellem, unüberlegtem Handeln verleitet werden.

Woher stammen die echten Buchungsdaten?

Laut Experten gibt es für das Datenleck zwei Hauptszenarien:

  1. Das Buchungsportal selbst: Erst im April dieses Jahres wurde beispielsweise die Plattform Booking.com von einem Datenabfluss getroffen. In welchem Umfang (ob tausende oder hunderttausende Daten) ist unklar, aber Angreifer nutzen diese abgegriffenen Datensätze für ihre Phishing-Kampagnen.
  2. Direkte Angriffe auf Hotels: Als wesentlich wahrscheinlicher und üblicher gilt jedoch, dass die Hotels und Gasbetriebe selbst gehackt werden.

Auch in Südtirol ist das Problem längst kein Fremdwort mehr. Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) bestätigt, dass die Betrüger in der Region angekommen sind. Zahlreiche besorgte Kontaktaufnahmen von Mitgliedsbetrieben zeigen, dass die Masche hierzulande flächendeckend Einzug gehalten hat. Die Hacker verschaffen sich Zugriff auf die Hotel-Systeme und nutzen die echten Gästedaten für gezielte Betrugsversuche.

Was tun, wenn man in die Falle getappt ist?

Sollte man den gefälschten Link bereits angeklickt und Daten eingegeben haben, gilt die Devise: Schnelligkeit rettet Geld.

  • Bank kontaktieren: Sofort das Kreditinstitut informieren und die betroffene Kreditkarte sperren lassen.
  • Anzeige erstatten: Umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten, um den Schaden rechtlich zu begrenzen.
  • Schlichtungsverfahren nutzen: Hilft der eigene Finanzdienstleister nicht weiter, kann versucht werden, eine Schlichtung vor dem Bankenschiedsgericht einzureichen.

Im Zweifel gilt für alle Urlauber: Lieber einmal zu viel direkt per Telefon beim Hotel nachfragen, als blindlings auf einen Link in einer SMS oder WhatsApp-Nachricht zu klicken. So bleibt der Urlaub das, was er sein soll – unbeschwert.

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